Kommission zur Förderung der französischen Sprache

Am 26.Juni 1978 konstituierte sich auf Vorschlag des Vorstands des Freundschaftskreises eine Sonderkommission französische Sprache als Organ des Freundschaftskreises, mit dem Ziel das Problem der mangelnden Sprachkenntnisse bei Begegnungen zwischen rheinland-pfälzischen und burgundischen Gemeinden anzugehen. Vorsitzender der Sonderkommission von 1978 bis 1984 war Wolfgang Götz, Journalist. Dieses Amt übernahm 1984 Wolfgang Kalinowsky, Studiendirektor, unter dessen Leitung sich die Sonderkommission zur Förderung der französischen Sprache umbenannte. Die Mitglieder der Kommission rekrutieren sich aus den Bereichen Schule, Volkshochschule, Universität, Wirtschaft, Landessportbund, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, Deutsch-Französisches Jugendwerk und Maison de France Mainz.

Seit 17. März 2017 steht StD‘ Madeleine Schumacher, Fachleiterin Französisch am Staatl. Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien, der Kommission zur Förderung der französischen Sprache vor.

Aktivitäten: Die Arbeit der Kommission hat im Wesentlichen zwei Schwerpunkte:

-> Verbesserung der Situation der französischen Sprache in den Partnergemeinden

In diesem Zusammenhang wurden Fortbildungsveranstaltungen für Sprachvermittler durchgeführt, auf denen Methoden vorgestellt wurden, die auf dem Markt verfügbar sind und sich besonders für eine Sprachvermittlung in den Gemeinden eignen. Dabei wurden gerade auch solche Formen der Sprachvermittlung vorgestellt und entwickelt, die im Rahmen einer Partnerschaft Deutsche und Franzosen in einem gemeinsamen Intensivsprachkurs mit Hilfe eines beide Gruppen interessierenden Themas die Partnersprache erlernen lassen.

-> Verbesserung der Situation der französischen Sprache im Schulbereich

Da die Situation der französischen Sprache im Land entscheidend von der Situation an den Schulen abhängt, hat die Kommission sich seit Beginn durch ihre Initiativen darum bemüht, das Erlernen der französischen Sprache im schulischen Bereich zu fördern. In diesem Rahmen wurden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium, dem Institut Francais und dem Deutsch-französischen Jugendwerk Seminare durchgeführt, die sich mit der Vermittlung des Frühfranzösischen im Kindergarten und Grundschulbereich befaßten. Daneben wurden Informationskampagnen zum Französischen als erster und zweiter Fremdsprache durchgeführt und Informationsmaterialien für Grundschüler und ihre Eltern entwickelt, die zum Erlernen des Französischen als erste Fremdsprache an den weiterführenden Schulen motivieren.

Seit 1993 wird ein Vorlesewettbewerb in französischer Sprache für die 7. und 8. Klassen landesweit durchgeführt, der von den Schulen in großem Maße angenommen wird.

Mit Einführung der englischen und französischen Spracharbeit an den Grundschulen führt die Kommission seit 1995 in Zusammenarbeit mit dem DFJW in den beiden Partnerregionen Seminare für Leiterinnen und Leiter von rheinland-pfälzischen und burgundischen Grundschulen durch. Damit soll die Akzeptanz für das Erlernen der beiden Partnersprachen erhöht und ein Gegengewicht gegen die übermächtige englische Sprache geschaffen werden.

Die Kommission vermittelt Wünsche nach Schulpartnerschaften an die entsprechenden Kontaktstellen in Burgund und ist in Einzelfällen auch behilflich, Partner für individuellen Schüleraustausch zu suchen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ausschuß Schulpartnerschaften wurden namentlich für den Grundschulbereich eine Informationsbroschüre erarbeitet, die eine Hilfestellung bei der Gründung einer Partnerschaft gibt.